Forschung in Arbeit

Abstract

Transgender-/Gender-Diverse-Menschen erleben eine Diskrepanz zwischen ihrer Geschlechtsidentität und dem bei der Geburt angenommenen Geschlecht, was oft zu Geschlechtsdysphorie führt. Internationale Studien haben eine signifikante Häufung des gleichzeitigen Auftretens von Autismus und Gender-Diversität/Dysphorie festgestellt: bis zu 22,5 % der Transgender-Personen haben bereits eine ASD-Diagnose (Strauss et al., 2017), und bis zu 15 % der autistischen Erwachsenen geben eine Transgender-Identität an (Walsh et al., 2018). Autistische geschlechtsspezifisch unterschiedliche/dysphorische (ASD+GD/D) Personen wurden sowohl in der Forschung als auch in der Unterstützung vernachlässigt. Von allen häufigen Begleiterkrankungen bei ASD hat das gleichzeitige Auftreten von ASD+GD/D die geringste klinische Forschungsaufmerksamkeit erhalten, und die wenigen vorhandenen Studien haben sich hauptsächlich auf die Häufigkeit des gleichzeitigen Auftretens von ASD und GD bei Jugendlichen konzentriert. Um diese Lücke zu schließen, zielt unsere Studie darauf ab, primäre Bedürfnisse, Risiken und Resilienzfaktoren bei Erwachsenen mit ASD+GD/D zu identifizieren und diese Erkenntnisse in einen ASD-freundlichen Informations- und Unterstützungsleitfaden für die ASD+GD/D-Gemeinschaft zu übertragen. Unser gemeinschaftsorientierter Forschungsansatz bindet verschiedene internationale Selbstvertreter und wichtige Interessenvertreter als Forschungspartner in diese Studie über ASD+GD/D Erwachsene ein. Unser Studienteam besteht aus Mitarbeitern aus den Niederlanden, den Vereinigten Staaten und Kanada. Zwei unserer Forscher sind selbst Autisten und Transgender, was eine Authentizität der gelebten Erfahrung ermöglicht, die für die Durchführung und Interpretation der Forschung mit dieser doppelt disparaten Population unerlässlich ist.

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