Anbau und Verwendung von Stangenbohnen

Haben wir unnötigerweise Mehrzweckpflanzen in Schubladen gesteckt? Wir bezeichnen Pflanzen wie Astilben und Taglilien als Schattenpflanzen, obwohl sie sich in der Sonne sehr wohl fühlen. Wir bezeichnen Rote Bete und Rüben als Wurzelpflanzen, obwohl ihre Blätter köstlich sind. Und viele von uns bauen Stangenbohnen wegen ihrer Blüten an und ignorieren dabei die „Bohne“ in ihrem Namen. Sie gehören zur gleichen Gattung wie unsere Brechbohnen, sind aber eine andere Art: Phaseolus coccineus (fay-see-OH-lus koh-SIN-ee-us).

Sind Stangenbohnen essbar?

Stangenbohnen sind tatsächlich essbar. Mehr noch, sie sind sogar ziemlich lecker. In den frühen amerikanischen Kolonien und in Großbritannien wurden sie häufig gegessen, und sie erleben gerade ein Comeback. Man nennt sie sogar Oregon-Limabohnen, wo sie als Alternative zu den lange gelagerten Limabohnen immer beliebter werden. Die Samen sind wie Limabohnen geformt und in der Regel schwarz mit roten oder violetten Sprenkeln.

Verwendung im Garten

Die Stangenbohnen stammen aus Mittel- und Südamerika, gedeihen aber in fast jedem Klima gut. Sie keimen sogar besser in kühlen Frühjahrsböden als herkömmliche grüne Bohnen. Und in Gebieten, in denen der Boden nicht gefriert, können sie sogar überwintern.

Die Stangensorten werden bevorzugt, wenn sie als Zierpflanzen angebaut werden, aber es gibt auch Buschbohnen, die schneller Schoten bilden. Allerdings ist es schwieriger, Saatgut für die Buschbohnen zu finden.

Die Stangenbohnen sind eine gute Wahl für die essbare Landschaftsgestaltung. Sie sind unbestreitbar attraktiv und blühen reichlich, besonders wenn man die Bohnen immer wieder pflückt. Die roten Sorten sind bei Kolibris beliebt.

Anbautipps

Die Pflanzen sind mehrjährig, werden aber meist als Einjährige gezogen. Wie bereits erwähnt, können sie in milden Gegenden überwintern.

Die Stangenbohnen benötigen die gleiche Pflege wie grüne Bohnen im Garten. Pflanzen Sie sie in einen mäßig reichen Boden, der mit viel organischem Material angereichert ist. Sie brauchen einen Standort mit voller Sonne und eine Art von Stütze zum Klettern, z. B. ein Spalier.

Sie können die Samen direkt aussäen oder vier bis sechs Wochen vor der Aussaat im Haus beginnen. Bohnen wachsen schnell und lassen sich nicht gut verpflanzen, aber wenn Sie eine kurze Saison haben und einen Vorsprung haben wollen, können Sie sie drinnen in Torf- oder Papiertöpfen aussäen. Warten Sie, bis sich der Boden erwärmt hat, bevor Sie sie ins Freie pflanzen, oder verwenden Sie ein Impfmittel.

Pflanzen Sie zwei bis drei Samen in die Ecken jeder pyramidenartigen Stütze oder verteilen Sie die Samen in einem Abstand von 10 cm entlang eines Spaliers. Sie keimen schnell. Ziehen Sie sie in der Anfangsphase entlang ihrer Stütze. Sie werden den Dreh raus haben und anfangen, von selbst zu klettern.

Pfahlbohnen werden groß und üppig, bevor sie anfangen zu blühen und Hülsen zu bilden. Seien Sie geduldig – sie werden es schaffen.

Halten Sie die Reben gut bewässert und mulchen Sie, um die Wurzeln zu kühlen. Sie brauchen nicht viel Dünger, aber eine Beilage von Kompost in der Mitte der Saison gibt ihnen genug Auftrieb, um die Saison zu überstehen.

Sorten zum Ausprobieren

Scarlet Runner ist die am häufigsten anzutreffende Sorte, mit leuchtend roten Blüten. Die folgenden Sorten bieten unterschiedliche Eigenschaften, aber Saatgut ist oft schwer zu finden. Das wird sich hoffentlich bald ändern, aber wenn Sie sie finden und anbauen, sollten Sie Samen für das nächste Jahr aufheben.

  • ‚Hestia‘: Eine zwergige, buschige Sorte, die früh zu blühen beginnt
  • ‚Kelvedon Wonder‘: Früh, mit starkem Blütenansatz
  • ‚Moonlight‘: Selbstbefruchtend, mit weißen Blüten
  • ‚Painted Lady‘: Hübsche rot-weiße Blüten; sehr tolerant gegenüber heißem Wetter
  • ‚Prizewinner‘: Sehr ertragreich
  • ‚Scarlet Emperor‘: Ein wenig dicker als ‚Scarlet Runner‘
  • ‚Sunset‘: Helle korallenrote Blüten; friert gut im grünen Stadium
  • ‚Tenderstart‘: Große, glatte Hülsen

Zubereitung und Kochen Stangenbohnen

Sie können die jungen, zarten Bohnen als grüne Bohnen verwenden oder sie voll ausreifen lassen, um sie zu schälen oder zu trocknen. Als grüne Bohnen sind sie etwas härter und faseriger als normale Schnippelbohnen, aber das lässt sich durch Schneiden und Kochen beheben. Die reifen Bohnen können für sich genommen etwas fade sein, passen aber hervorragend zu herzhafteren Geschmacksrichtungen wie Speck und Meeresfrüchten.

Rote Stangenbohnen enthalten wie viele Bohnensamen kleine Mengen des Lektins Phytohämagglutinin, das in großen Mengen giftig sein kann. Manche Menschen sind deutlich empfindlicher als andere, aber gehen Sie auf Nummer sicher und kochen Sie Ihre Stangenbohnen vor dem Verzehr.

Simon Watson / Getty Images

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